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Zum Ende der Seite springen Gegen Anti-Kinderpornoseiten!
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one one ist männlich
Dauministrator


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Dabei seit: 21.09.2005

Post ID: 10211
icon3 Gegen Anti-Kinderpornoseiten! 10.12.2005 01:47 [OPTIONEN] [TOP] [DOWN]

Zitat:
Gegen Anti-Kinderpornoseiten!

Mit zahlreichen Anti-Kinderpornoseiten und -Initiativen im Netz verbreitet sich grade kein Kinderschutz, sondern eine Seuche, die weder den Kindern noch dem Netz hilft. Ein Gro??teil der Annahmen und Forderungen entsprechender Seiten ist falsch und sch?¤dlich. Aus diesem Anla?? haben wir begonnen, diesen Informationstext zu erstellen. Feedback und Erg?¤nzungen sind willkommen.

Kurze Vorrede: dieser Text kann triggern. Dar??ber hinaus sind einige Einsch?¤tzungen zum Nutzen und der Unvermeidbarkeit entsprechender Webseiten enthalten, die gerade Betroffene vor den Kopf sto??en k??nnen. Auch Nichtbetroffene, wenngleich es bei jenen durchaus beabsichtigt ist.

Aber warum gegen Anti-Kinderpornoseiten?
Zugegeben - man muss ein wenig differenzieren. Es gibt ein paar Initiativen, die durchaus zu begr????en sind.

Es gibt eine Sammlung von Meldestellen, die der Heise-Verlag zusammengetragen hat, und dann existieren dar??ber hinaus durchaus Seiten, die ein wenig differenziert ??ber die Problematik berichten, und selbstverst?¤ndlich seien auch die ganzen Hilfsinitiativen und Anlaufstellen f??r Betroffene ausgenommen. Ebenso gibt es sicher Seiten, die ein einigerma??en zutreffendes Bild davon zeichnen, wo Kinder gef?¤hrdet sind und entsprechend eine realistische Risikoeinsch?¤tzung zulassen.

Ansonsten schie??t jedoch mit einer Vielzahl von Anti-Kinderporno-im-Netz-Seiten eine Seuche im Netz ins Kraut, die der Geschichte vom informierten B??rger, der sich etwas weniger von den Medienhypes mitnehmen l?¤sst, gelinde gesagt Hohn spricht.

Der momentane Overload an Infos zu P?¤dos im Netz, ??ber per Internet organisierte Kindersch?¤nder-Ringe und ?¤hnliches bewirkt vor allem eines: alle Welt glaubt, das sei vor allem ein Internetproblem. In den einschl?¤gigen Diskussionen kann man es gut verfolgen: die Seiten aus dem Netz nehmen, die Leute einsperren, die solcherart im Netz unterwegs sind, das sind noch die zarteren Forderungen, ansonsten folgt gerne der Ruf nach der Todesstrafe oder dem guten alten ?Schwanz ab!? . W?¤hrenddessen verschwindet das Interesse am Thema im Real Life - wenn das Kind des Nachbarn jeden Tag schreit, hat das ja mit den Kindersch?¤ndern im Netz wenig zu tun. ??berhaupt: darum k??nnen sich ja ohnehin nur die Ermittler oder engagierte Netznutzer k??mmern und anschlie??end die Gerichte und Kn?¤ste - man selber hat ja aber mit diesen Gestalten im Netz nichts zu tun, braucht also auch nichts gegen Kindsmissbrauch tun. Der Missbrauch passiert aber im echten Leben. Oft genug in der Familie, und oft genug h?¤tten die Nachbarn einiges mitbekommen k??nnen. Aber nein, das ist ja sowas im Internet. Und so wird man gleichg??ltig gemacht.

Weitere schlimme Folge: es wird aktiv an der immer umfassenderen Kontrolle und staatlichen ??berwachung von Kommunikation mitgestrickt. Der Holzhammer P?¤dophile/Kinderporno ist immer dann gut, wenn ??berwachungsfanatikern nichts mehr einf?¤llt, und sie erhalten dabei ?¤u??erst bereitwillige Sch??tzenhilfe. Allein, die willigen Helfer sind sich in der Regel kaum bewusst, dass sie weder gegen P?¤dophile noch gegen Kinderpornografie auch nur das geringste bewirken, indessen ist das einzige, was sie erreichen, der weitere Abbau demokratischer Grundrechte, das Ablenken von wichtigeren Problemen (ja, es gibt wichtigere Probleme als Kinderporno und P?¤dophile im Netz: zum Beispiel echte Kinder im echten Leben!) und den Ausbau einer immer umfassenderen Kontrolle und ??berwachung im Netz, wohlgemerkt ohne dass dies auch nur das geringste f??r ihre Ziele bringt.

Im Gegenteil. Der Hype um Kinderporno im Netz ist dazu geeignet, Verrohung und Verfall menschlicher Werte in der Gesellschaft hervorragend zu f??rdern. Um das Thema Kindsmissbrauch konnte in Deutschland wieder ernsthaft eine Diskussion ??ber die Anwendung von Folter gef??hrt werden. Nirgends fliegen die Schwanz-Ab - und Todesstrafentrolle so zahlreich und auf so niedrigem Niveau als bei diesem Thema. Und zu guter Letzt lenkt die Diskussion aufs sch??nste von weitaus gr????eren Gefahren f??r Kinder ab: alle Welt sorgt sich um Daten im Internet, w?¤hrend Kinder in weitaus gr????erer Zahl von lieblosen Eltern gepr??gelt, gequ?¤lt und umgebracht werden. ??ngste vor den b??sen Kindersch?¤ndern im Netz werden gesch??rt - als ob ein gro??er Anteil der Kindsmissbr?¤uche von Unbekannten begangen w??rde, die im Netz Tipps zur Kindesentf??hrung austauschen. Es verh?¤lt sich indessen so, dass die meisten vergewaltigten Kinder von Familienangeh??rigen oder Freunden missbraucht werden. Davon lenkt der aktuelle Hype ab und dadurch macht sich jeder Mithypende mitschuldig daran, dass das Interesse f??r die meisten Missbrauchsf?¤lle und Morde an Kindern gegen Null tendiert.

Das soll im Folgenden ein wenig n?¤her erl?¤utert werden.

Aber irgendwas muss man doch tun!
Mit offenen Augen durch die Welt gehen, und ein Auge auf die Kinder im Real Life haben - und aufmerksam werden, wenn diese bisweilen verdroschen aussehen, das w?¤re ein guter Anfang. Du willst im Netz was machen? Sorry, aber Daten schlagen und vergewaltigen keine Kinder, das machen echte Menschen im echten Leben. Solltest du im Netz mal auf entsprechende Seiten sto??en, kannst du die genannten Meldestellen kontaktieren und Bescheid geben. Sei aber versichert, dass das ganze unter dem Gesichtspunkt ?fein, die Seiten werden dann gesperrt, und dann werden bestimmt keine oder weniger Kinder missbraucht? v??llig witzlos ist. *Achtung - Meinung k??nnte triggern* - Es gibt unzensierbare, v??llig anonyme Bereiche, wo entsprechende Gedanken und auch entsprechende Medien von entsprechend kranken Leuten ausgetauscht werden. Dagegen kann man nichts unternehmen, und das ist auch gut so. Denn dadurch kommen manche Leute vielleicht wieder darauf, dass man echte Gewalt auch nur im echten Leben wirklich bek?¤mpfen kann. Nebenbei: lerne, entsprechende Webseiten als n??tzliche Information zu begreifen. Sie geben ganz abstrakt erstmal Aufschluss ??ber den Zustand der Gesellschaft, sie informieren ganz konkret ??ber Strategien entsprechend kranker Leute. Und sogar Anlaufstellen f??r Pr?¤ventionsarbeit.

Man muss doch informieren!
Ja. Informieren tun wir grade. Denn angesichts der Fehlinformation und der Ignoranz, die das Thema pr?¤gen, ist das sehr vonn??ten. Zugegebenermassen: wir bringen ungewohnte Informationen, die nicht dem entsprechen, was sonst ??berall steht und informieren nicht im Sinn vieler anderer Seiten. Sorry, aber dass Kinderficker was schlimmes sind und dass sie im Netz ganz besonders schlimm sein sollen, ist geradezu zum Erbrechen bekannt. Das Ganze ist sogar derart bekannt und gehyped, dass immer mehr Leute allein wegen dieser Seiten und ihrer Nutzer bereit sind, einer massiven ??berwachung aller User im Netz zuzustimmen, ohne zu wissen, dass das absolut nichts bringt. Es wird informiert, aber auf v??llig falsche Weise und mit v??llig falschen bzw. verzerrten Informationen. Durchaus auch zum Schaden der Kinder - denn von den vergleichsweise gern verdr?¤ngten Problemen h?¤uslicher Gewalt oder Missbrauch in der Familie wird abgelenkt. Stattdessen glaubt inzwischen wohl ein Gro??teil der Bev??lkerung, Kindsmissbrauch w?¤re aus der Welt, wenn man im Internet aufr?¤umt. Dass zur Vergewaltigung in der Familie kein Internet zum Opferfinden notwendig ist, wird dabei gerne vergessen.

Solche Seiten m??ssen doch raus aus dem Netz!
*Achtung - Meinung k??nnte triggern* - Nein. Siehe oben: man bekommt sie nicht aus dem Netz, es ist schlicht unm??glich, und wie gesagt, das ist auch gut so. Man bekommt Informationen ??ber die T?¤ter, und Information allein tut niemandem weh, im Gegenteil, man kann sie nutzen, im Sinne der Opfer. Andere Frage: was w?¤re, wenn man entsprechende Kommunikation nicht mehr als Au??enstehender - und sei es als Ermittler - verfolgen k??nnte, was dann? Was passiert, wenn sich entsprechende Menschen nur noch ??ber geschlossene Mailinglisten, PGP-verschl??sselt unterhalten und niemand mehr sehen kann, wor??ber sie sich austauschen? W?¤re das besser? Um das klar zu sagen: die Medien zur un??berwachbaren Kommunikation, zum unknackbar verschl??sselt kommunizieren und zum anonym Informationen austauschen sind vorhanden, bekannt und benutzbar. Man bekommt sie nicht mehr aus der Welt, und in anderen Kontexten kann man dar??ber auch nur erleichtert sein. Sie sind zum Teil umst?¤ndlich und langsam, aber sie k??nnen verwendet werden und sie werden verwendet. Auch von potentiellen und tats?¤chlichen Kindervergewaltigern.

Wenn euer eigenes Kind...
Jetzt begeben wir uns langsam in die Trollniederungen? wir haben einen Rechtsstaat, und keine Selbstjustiz. Und das ist gut so. Ein Rechtsstaat wird dadurch zu einem solchen, dass seine Gesetze f??r alle gelten, und man nicht gelegentlich mal Lynchjustiz verh?¤ngt. Aber nochmal: entsprechende Kommunikation im Netz kann nicht verhindert werden, ob nun das eigene Kind umgebracht wird oder nicht. Dass Kinder in weitaus gr????erer Zahl von ihren Verwandten umgebracht werden als vom b??sen Onkel aus dem Netz, ist Fakt. Informationen ??ber Kindersch?¤nder, die im Netz zu finden sind, stellen f??r die Ermittler n??tzliche Hinweise dar. Dass Pr?¤vention besser ist als nachtr?¤gliches Schwanz ab ist Fakt, ob einem das Kind entf??hrt wurde oder nicht. Das "Argument" ist keines, es ist eine schlichte Aufforderung, doch bitte das Denken einzustellen. Und grade wenn es um Kinder geht, sollte man das mit dem Denken aufh??ren tunlichst unterlassen.

Das wird immer schlimmer!
Es wird nicht immer schlimmer, im Gegenteil, die Zahlen sind je nach Quelle konstant bis r??ckl?¤ufig. Angesichts des Hypes um das Thema und der gestiegenen Sensibilisierung kann davon ausgegangen werden, dass eher vermehrt angezeigt und ermittelt wird. Dem Medienhype um P?¤dophile im Internet steht absolut kein entsprechendes Zunehmen von Straftaten entgegen. Auch der Hype um "P?¤dophile im Netz" ist mehr als verzerrt und schadet mehr beim Einsch?¤tzen tats?¤chlicher Gefahren, als dass er n??tzt. Die Wikipedia gibt beispielsweise mit dem Kinsey-Report als Quelle einen Anteil von eben einmal 2-10% p?¤dophilen T?¤tern in F?¤llen sexuellen Missbrauchs an Kindern an. Die Kriminalit?¤tsstatistik deutet auf dasselbe hin: Die Statistik weist f??r 2002 15.998 F?¤lle sexuellen Missbrauchs von Kindern aus. Zuvor waren es 1970 16.468 F?¤lle, 1980 fiel die Zahl auf 13.165 F?¤lle. 1997 stieg sie auf fast 17.000 an, um nun wieder zur??ckzugehen - und das sind die absoluten Zahlen. Hochgerechnet auf die Bev??lkerungszahl fiel die Quote zwischen 1970 bis 1980 und bleibt seitdem relativ konstant, bei etwa 20 F?¤llen pro 100.000 Einwohnern. Inzwischen haben wir Internet und Medienhype. Was allerdings schlimmer wird, ist die Konzentration aufs Internet. Bei Diskussionen zum Thema bekommt man inzwischen den Eindruck, wer Kinder sexuell missbraucht, informiert sich im Netz, wie man das am besten macht und geht dann Kinder missbrauchen. Indessen geht sogar eine Webseite wie aktiv-gegen-sexuelle-gewalt.de (Obacht, recht sex- und erotikfeindliche Page) von 90% T?¤teranteil im privaten Umfeld der Kinder aus - Familienmitglieder, Freunde, Bekannte. Die Sensibilisierung f??r diesen Sachverhalt ist gelinde gesagt, nun, gering. Ums mal bildlich und etwas ??berspitzt zu schildern: Ein Spielplatz, auf dem irgendein Arsch die Schaukel anges?¤gt hat, weswegen es zu nem t??dlichen Unfall kam. Nebenan auf dem Dach liegt ein Scharfsch??tze und schiesst regelm?¤??ig Kinder tot. Was nun zahlreiche Seiten fordern: Schaukeln abschaffen, den T?¤ter einknasten, aber ??ber den Scharfsch??tzen nachzudenken ist unangenehm, wird verdr?¤ngt, und ausserdem lenkt es von den Schaukelans?¤gern ab. Wer vom Scharfsch??tzen redet, will nur den Schaukelans?¤ger verharmlosen, und das kann nicht angehen. Was im Beispiel v??llig abstrus klingt: Im Bereich Kindsmissbrauch und Internet ist eine solche verschobene Risikowahrnehmung seit einigen Jahren problemlos m??glich.

Die tauschen da Bilder und Videos und heizen sich an!
Wenn die Bilder gemacht und die Videos gedreht werden, ist es zu sp?¤t. Wie oben gesagt: diese Daten sind n??tzliche Informationen. Wer versucht (und dabei sicher scheitert), die aus dem Netz zu bekommen, h?¤lt sich und andere von wichtigerem ab - die entsprechenden Taten dort zu verhindern, wo sie geschehen. Im Real Life. Nicht im Internet.

Was ist denn ok?
OK sind beispielsweise Initiativen, die sich ausdr??cklich um Pr?¤vention bem??hen. Kein T?¤ter werden ist zum Beispiel ein entsprechendes Projekt, welches endlich einmal - im Unterschied zu den meisten anderen Projekten - aktiv werden will, *bevor* es zum Missbrauch kommt. Einer der Anl?¤sse, wegen denen dieser Text geschrieben wurde, war beispielsweise dagegen onlinepetitionen.de - die lobenswerterweise unter anderem auf die kein-taeter-werden - Initiative hinweisen und anprangern, dass die Bundesregierung *keinen m??den Euro* f??r das Projekt gibt. Auf der anderen Seite wird auch dort wieder der Anschein erweckt, wenn Kindsmissbrauch, dann wegen Internet und P?¤doforen. "Sie sind das Ziel unserer Aktionen", schreibt es unter ihrer P?¤doforen-Linkseite, und wieder mal wird der Eindruck erweckt, Kindsmissbrauch sei das Resultat von Webseiten. Es ist mitnichten so. Webseiten vergewaltigen keine Kinder.

Anhang: f??r frustrierende Boarddiskussionen eine (noch zu erweiternde) Sammlung von Begriffskl?¤rungen und Hintergr??nden
- p?¤dophil sein ist nicht strafbar, allenfalls das Ausleben der Neigung.

Das stimmt so. Ebensowenig, wie sich jemand strafbar macht, wenn er in einer Extremsituation Mordgedanken hegt, macht sich jemand durch seine p?¤dophile Neigung strafbar. Erst, wenn jemand seine Neigungen in die Tat umsetzt, kann und muss gehandelt werden. Solange es nicht soweit kommt, kann es nicht angehen, dass man entsprechend orientierte Menschen mit Einknast - und Kastrationsforderungen davon abh?¤lt, mit ihrer Neigung zu entsprechenden Pr?¤ventionsstellen zu gehen. Wer sich so ?¤u??ert, arbeitet aktiv mit daran, dass die P?¤dos ihre Neigung sch??n verheimlichen, bis mal doch die Bombe platzt. Es geht aber gerade darum, dieses Platzen zu verhindern. Und dazu muss man es schaffen, dass sich die entsprechenden Leute trauen, zu entsprechenden Beratungsstellen zu gehen und sich dort behandeln zu lassen. Denn wenn sie das nicht tun, dann kann irgendwann in der Tat ein Kind das Opfer sein. Und entsprechend veranlagte Menschen werden nicht irgendwo hingehen, wenn sie bef??rchten m??ssen, dort direkt eingeknastet, zwangspsychiatrisiert oder schlimmeres zu werden. Sie werden schlicht zuhause bleiben, und irgendwann passiert dann etwas. Mit daran schuld sind die, die mit abstrusen Forderungen die Leute davor abschrecken, eine Therapie zu beginnen, bevor etwas passiert.


Quelle hier

Diese Aktion wird hiermit kommentarlos unterst??tzt.

Danke an korrupt f??r diesen Text. daumen
ddadd ddadd ist männlich
Oberdau


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Dabei seit: 30.09.2005

Post ID: 10215
10.12.2005 08:52 [OPTIONEN] [TOP] [DOWN]

Sehr wichtige Worte zu einem sehr heiklen Thema. Klar gehen die Meinungen hier und da auseinander, aber zum gr????ten Teil kann ich mich Korrupts Worten nur anschliessen.
Ich selbst besch?¤ftige mich schon seit einigen Jahren aktiv mit dem Thema Kindesmissbrauch und Kinderpornografie, sowohl im NET als auch im RL.
Leider gehen die entsprechenden Diskussionen sowohl im NET als auch im RL irgendwann grunds?¤tzlich in reine Stammtischparolen ??ber. Jeder ?¤u??ert mal seine Meinung, zeigt sich sehr betroffen, fordert h?¤rtere Gesetze, bevor man dann wieder zur Tagesordnung ??bergeht.
Zu Anti-Kinderporno-Seiten hat wohl jeder seine eigene Meinung. Ich denke schon dass einige sehr wichtig sind. Leider wurde es irgendwann auch ein wenig "zum Sport", entsprechende Seiten ins Netz zu stellen. Hinz und Kunz wollen endlich auch eine HP machen, f??r ihr Hobby "Modelleisenbahn" interessiert sich aber sonst niemand, also macht man eine Seite zu einem Thema das alles angeht - und schon gibts die n?¤chste Anti-KiPo-Page, deren Inhalte dann aber sehr schnell zum eigentlich Hobby ??bergehen. H??rt sich evtl. etwas abstrakt an, ist aber leider Realit?¤t!
Eins mu?? grunds?¤tzlich klar sein: es kann nicht sein, das es da Material gibt, bei dem sich das entsprechende Klientel Appetit holt wie auf der speisekarte eines Restaurants! Deswegen unterst??tze ich Aktionen, bei denen entsprechende Seiten solange gehackt werden bis der Betreiber evtl. entnervt aufgibt. Aber auch das ist meistens reine Augenwischerei, denn die Seiten sind recht schnell an anderer Stelle wieder aktiv. Und es funktioniert auch nur bei Seiten, die nachweislich entsprechendes Material anbieten. Ein sogenanntes p?¤dofiles Forum zu hacken ist schwieriger. Dort wird selten offen ausgesprochen um was es geht, die harten Infos gibt es irgendwo in einem Bereich, der nur "Eingeweihten" vorbehalten ist. Und damit sind solche Foren dann nicht mal illegal! Illegal w?¤re in dem Fall nur das Hacken einer solchen Seite, so bescheuert es auch klingt.
Und die Frage, die sich immer wieder stellt ist ja auch: was n??tzt es einem Kind, das gerade mi??braucht wird, wenn ich zur selben Zeit irgendwelche Bilder im Internet l??sche?
Man kommt sich sehr oft vor wie Don Quichotte, weil man irgendwie auch nur gegen Windm??hlenfl??gel zu k?¤mpfen scheint.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von ddadd: 10.12.2005 08:57.

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